Winterhilfe für einheimische Vögel

robin-1149855_640Während wir Menschen behaglich bei wohltuender Wärme im Haus sitzen, ist für Vögel eine harte Zeit angebrochen.Natürliche Nahrung bieten zunächst abgeblühte Stauden, die man bis zum Frühling stehen lassen sollte, diese werden zum Beispiel von Distelfinken bevorzugt, die gerne die Samenstände plündern.

Dagegen ist die gezielte Fütterung von Singvögeln nicht ganz unumstritten.

Tierschützer vertreten die Meinung, dass die Tiere diese Form der Unterstützung nicht benötigen, weil dadurch Standvögel gegenüber den Zugvögeln bevorzugt würden.Das könnte im Frühling bei der Verteilung der Nistplätze eine große Rolle spielen. Gut genährte Standvögel seien gegenüber erschöpften Zugvögeln dann im Vorteil. Im Hinblick auf das Gleichgewicht in der Natur ist daher anzuraten, dass erst ab Temperaturen unter 5 °C oder bei geschlossener Schneedecke gefüttert werden sollte.

Auch stellt sich zudem die Frage, welches Futter das richtige ist?

Neben Sonnenblumenkerne sind Rosinen, Obst und Haferflocken empfehlenswert. Vor allem Rotkehlchen, Meise, Amsel und Zaunkönig bevorzugen diese Futter.
Vor allem sollte aber keine salzige Nahrung oder gar Essensreste verwendet werden. Zahlreiche Singvögel sind zudem in der Lage, die Schalen von Kürbiskernen aufzupicken, das ist eine energiereiche Kost für frostige Tage.

Für eine Fütterung eignen sich vor allem sehr gut Vorratsbehälter, die nur ab und zu nachgefüllt werden müssen. Singvögel zu hegen ist nicht nur ein Vorgang der Tierliebe, sondern zudem sehr nützlich für jeden Gartenbesitzer. Bei der Aufzucht ihrer Jungen vertilgen Singvögeln reichlich Insekten, darunter vor allem viele Schädlinge. Das gilt sowohl für Körnerfresser, wie auch für Spatzen.

Wenn keine hohlen Baumstämme vorhanden sind, nehmen Singvögel auch gerne mit künstlichen Höhlen vorlieb. Da sie sich vor allem in der kalten Jahreszeit darin aufhalten, sollten Nistkästen spätestens vorm Wintereinbruch gereinigt werden. Das bedeutet, altes Nistmaterial entfernen und das Innere auszukehren. Bei solchen Arbeiten immer Handschuhe tragen, denn im Kasten könnten Parasiten angesiedelt sein.

Nistkästen hängt ein Gärtner vor allem im Frühwinter auf, bevorzugt in südöstlicher Richtung und in ca. drei Meter Höhe, damit keine Katzen oder Marder Zugriff bekommen. Als ideal gelten Holzbeton-Nistkästen, diese sind mindestens 20 Jahre lang haltbar. Mit etwas handwerklichem Geschick kann man natürlich aus Holz auch selbst einen Kasten bauen, übrigens eine sehr schöne und interessante Beschäftigung für Kinder. Als Material ist Fichtenholz zu bevorzugen, da ist preiswert und leicht und verwittert nur langsam.

Einige Vogelarten wie Bachstelze und Zaunkönig bauen ihr Nest gern in sogenannten Halbhöhlen selbst, bei denen die obere Hälfte der Front offen ist. Der Vogelwelt wäre gedient, wenn sich auf jedem Grundstück wenigstens eine solche Halbhöhle befinden würde. Diese kann auch direkt am Haus hängen, sofern Sträucher oder Kletterpflanzen dort angesiedelt sind.